Sonntag, 16. Juni 2013
Aller Anfang ist schwer
e-seidell, 16:41h
Das gilt nun auch für dieses Pojekt. Aber warum nicht auch mal einen Aufbruch zu neuen Ufern wagen?
Den gleichen Spaß -also den mit den neuen Ufern- habe ich mir schließlich auch schon vor nun fast einem Jahr gegönnt. Ein guter Anlass mal Bilanz zu ziehen.
In diesem Fall war das Ufer ein Job, der mich fachlich dramatisch unterfordern und menschlich annähernd überfordern würde. Das wusste ich aber noch nicht, als ich meinem zukünftigen Chef beim Bewerbungsgespräch gegenüber saß und redete. Und redete. Und redete. Das war der erste Bewerbungsmonolog eines potentiellen Arbeitgebers, den ich je erlebt hatte. Und auch der letzte. Beim nächsten Mal renne ich sofort weg, wenn ich merke, dass es auf so eine Veranstaltung hinauslaufen sollte.
Als ich am Tag des Bewerbungsgesprächs nach Hause kam und meine Mutter mit meiner kleinen Tochter im Arm erwartungsvoll "Und?" fragte, wusste ich keine Antwort. Tja. Und was? Arbeitszeiten? Keine Ahnung. 400€ -Basis oder sozialversicherungspflichtig? Keine Ahnung. Möglicher Arbeitsbeginn? Was weiß ich.
So beendeten wir diesen Erlebnisbericht mit einem gegenseitigen "Hmm" und gingen unseren Leben weiter nach. Das gleiche Gespräch führte ich abends noch einmal mit meinem Mann und dachte nicht weiter dran.
Eine Woche später kam jedoch eine Mail, die mein kleines Herz nach 4-monatiger Arbeitsplatzsuche zum Hüpfen brachte. Ich sollte kommen und einen Vertrag unterschreiben! Was da drin stehen würde? Sie ahnen es: keine Ahnung. Aber ich sprach einen Termin ab und machte mich mit einem Kugelschreiber im Gepäck und einem Lächeln im Gesicht auf den Weg.
Am Ende des Tages war ich dann schlauer. Statt 25-Stunden Teilzeit als Sachbearbeiterin mit mittelmäßiger Bezahlung (wie es die Stellenausschreibung versprach) verließ ich das Gebäude mit einem Arbeitsvertrag für 12 Stunden die Woche auf 400€ Basis als Bürogehilfin. Verstehen Sie mich nicht falsch. Prinzipiell okay. Aber habe ich erwähnt, dass ich studierte Wirtschaftsjuristin bin?
Mein Vater rollte angesichts dieser Wahnsinnsneuigkeit nur vielsagend mit den Augen und rung sich ein halbes Lächeln ab. Meine Mutter fand es okay für den Anfang und mein Mann war ganz stolz. Warum verstand hier allerdings so Recht keiner. Er ist eben ein lieber Kerl ;-)
Nun habe ich fast mein Einjähriges und der Weg, wie ich in die Nummer reingerutscht war, sollte bei Weitem nicht die einzige Kuriosität sein. Aber davon berichte ein anderes Mal. Jetzt warten die Unterlagen für mein Fernstudium ersteinmal auf mich. Schließlich bin ich wenig scharf darauf in vier Jahren von meinem 5-jährigen Firmen - Jubiläum zu berichten...bis dahin dürfen sich alle, denen dieser Einstieg bekannt vor kommt, verstanden fühlen.
Tschö,
e-
Den gleichen Spaß -also den mit den neuen Ufern- habe ich mir schließlich auch schon vor nun fast einem Jahr gegönnt. Ein guter Anlass mal Bilanz zu ziehen.
In diesem Fall war das Ufer ein Job, der mich fachlich dramatisch unterfordern und menschlich annähernd überfordern würde. Das wusste ich aber noch nicht, als ich meinem zukünftigen Chef beim Bewerbungsgespräch gegenüber saß und redete. Und redete. Und redete. Das war der erste Bewerbungsmonolog eines potentiellen Arbeitgebers, den ich je erlebt hatte. Und auch der letzte. Beim nächsten Mal renne ich sofort weg, wenn ich merke, dass es auf so eine Veranstaltung hinauslaufen sollte.
Als ich am Tag des Bewerbungsgesprächs nach Hause kam und meine Mutter mit meiner kleinen Tochter im Arm erwartungsvoll "Und?" fragte, wusste ich keine Antwort. Tja. Und was? Arbeitszeiten? Keine Ahnung. 400€ -Basis oder sozialversicherungspflichtig? Keine Ahnung. Möglicher Arbeitsbeginn? Was weiß ich.
So beendeten wir diesen Erlebnisbericht mit einem gegenseitigen "Hmm" und gingen unseren Leben weiter nach. Das gleiche Gespräch führte ich abends noch einmal mit meinem Mann und dachte nicht weiter dran.
Eine Woche später kam jedoch eine Mail, die mein kleines Herz nach 4-monatiger Arbeitsplatzsuche zum Hüpfen brachte. Ich sollte kommen und einen Vertrag unterschreiben! Was da drin stehen würde? Sie ahnen es: keine Ahnung. Aber ich sprach einen Termin ab und machte mich mit einem Kugelschreiber im Gepäck und einem Lächeln im Gesicht auf den Weg.
Am Ende des Tages war ich dann schlauer. Statt 25-Stunden Teilzeit als Sachbearbeiterin mit mittelmäßiger Bezahlung (wie es die Stellenausschreibung versprach) verließ ich das Gebäude mit einem Arbeitsvertrag für 12 Stunden die Woche auf 400€ Basis als Bürogehilfin. Verstehen Sie mich nicht falsch. Prinzipiell okay. Aber habe ich erwähnt, dass ich studierte Wirtschaftsjuristin bin?
Mein Vater rollte angesichts dieser Wahnsinnsneuigkeit nur vielsagend mit den Augen und rung sich ein halbes Lächeln ab. Meine Mutter fand es okay für den Anfang und mein Mann war ganz stolz. Warum verstand hier allerdings so Recht keiner. Er ist eben ein lieber Kerl ;-)
Nun habe ich fast mein Einjähriges und der Weg, wie ich in die Nummer reingerutscht war, sollte bei Weitem nicht die einzige Kuriosität sein. Aber davon berichte ein anderes Mal. Jetzt warten die Unterlagen für mein Fernstudium ersteinmal auf mich. Schließlich bin ich wenig scharf darauf in vier Jahren von meinem 5-jährigen Firmen - Jubiläum zu berichten...bis dahin dürfen sich alle, denen dieser Einstieg bekannt vor kommt, verstanden fühlen.
Tschö,
e-
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